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Kindergarten

Würenlingen

Der von Mehrfamilienhäusern umgebene neue Dreifach-Kindergarten „Gartenstrasse“ ist als eingeschossiges Gebäude konzipiert und erweckt durch die mehrflügelige Grundrissform Assoziationen an die Form eines vierblättrigen Kleeblatts.

Durch die versetzte Anordnung der Kindergartengruppen ist eine optimale Ausnutzung des Grundstücks und die Bildung von Aussenräumen für die einzelnen Kindergärten möglich. Die Volumetrie und architektonische Erscheinung des Gebäudes ist allseitig ausgerichtet und weist in alle Richtungen die gleiche Gestaltung auf. Die sinnliche Materialisierung  des Holzelementbaus im Innern gewährleistet eine warme Atmosphäre und optimale Akustik.

Bauherrschaft
Gemeinde Würenlingen

Zeitrahmen
2015

Auftrag
Projektwettbewerb, 2. Preis

Architekt
Eglin Schweizer Architekten AG
Entwurf und Projektleitung: Martin Eglin

Planerteam
Schrämmli Landschaftsarchitektur GmbH

Bilder
Eglin Schweizer Architekten AG

Gebäudevolumen SIA 416
6’560m3

Geschossfläche SIA 416
2’060m2

Standort
Gartenstrasse 6, 5303 Würenlingen

 

Grundriss EG
Über den gedeckten Haupteingang gelangt man von der Gartenstrasse ins Innere, das sich durch grosse Transparenz und Übersichtlichkeit auszeichnet. Die Kindergärten sind in drei Flügel und eine Infrastrukturzone organisiert. Um eine zentrale Eingangshalle angeordnet liegen die Garderoben und Vorzonen der einzelnen Kindergärten, die sich über grosse Oblichter mit Blick in den Himmel sowohl räumlich als auch lichtmässig auszeichnen.

Der Kindergarten befindet sich an zentraler Lage in einem Mehrfamilienhausquartier. Der Zugang zum Haupteingang erfolgt, dem Hauptstrom der Kinder entsprechend, über einen grossen, gedeckten Vorbereich von der Gartenstrasse her. Die Dachaufbauten geben dem Gebäude eine zusätzliche volumetrische Gliederung.

Der Erschliessungsbereich ist grosszügig dimensioniert, vielfältig nutzbar und weist zahlreiche Sichtbezüge in die Umgebung auf.

 

Obergeschoss
Einer „Laterne“ gleich stösst die Galerie als Volumen durch das eingeschossige Gebäude und gibt ihm eine zusätzliche Dimension. Durch die Erweiterung des Volumens in Richtung Garderobe wird der zentrale Erschliessungsraum räumlich aufgewertet und die Belichtung verbessert. Die auf der Decke des Abstellraumes und der Toiletten liegende Galerie weist Fenster mit direktem Sichtkontakt zum Klassenraum und zur Garderobe auf. Das „Himmelszimmer“ bringt den Kindern eine räumliche Erweiterung in der Vertikalen und einen zusätzlichen Rückzugs- und Spielort.

Die beidseitig als Sitzflächen ausgebildeten Garderobenmöbel ermöglichen ebenso das Sitzen zum gemeinsamen Erschliessungsraum und bieten dadurch unzählige Möglichkeiten zum Verweilen, Aktivitäten oder gemeinschaftliche Anlässe. Allfällige zusätzliche Abtrennungen der Garderoben durch Schiebtüren sind denkbar.

Detailschnitt- und Ansicht
Die vorvergrauten Holzstützen entlang der Fassade geben dieser eine feine und witterungsbeständige Strukturierung. Als Füllung dazwischen liegen raumhohe Fenster oder geschlossene Wandelemente mit Duripanelfüllung als Witterungsschutz. Die fein strukturierte, äussere Hülle verleiht dem neuen Dreifachkindergarten eine „pavillonhafte“ und angemessene Architektur.

Der Holzelementbau steht auf der Betondecke des Parkings und ist in einer einfachen und konventionellen Bauweise konstruiert und dadurch wirtschaftlich realisierbar. Das Untergeschoss, die äusseren Fassadenstützen und der Liftschacht sind in Beton, die oberirdischen Wand-, Decken- und Dachelemente sind in vorfabrizierter Holzbauweise ausgeführt.